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November 13, 2017 - Keine Kommentare!

Do dreams come true? HoloLens bald mit größerem Field-Of-View?

Die HoloLens von Microsoft befindet sich nun seit ca. zwei Jahren auf dem Markt und wird vielseitig, besonders für Industrielösungen, eingesetzt. Das Besondere? Sie ist ein vollwertiger Mixed Reality Computer, der in das Head-Mounted-Display (HMD) integriert ist, und bedarf folglich keiner Kabel, PC oder weiterem Zubehör. Dennoch bleibt das Gerät von Kritik nicht verschont - Grund hierfür ist das kleine Field-Of-View (FoV), welches lediglich 35° beträgt und folglich bei Weitem nicht an das natürliche Sichtfeld des Menschen (180°, mit clear vision innerhalb von 120°) heranreicht.

Wie sich nun auf Patentscope einsehen lässt, hat Microsoft ein Patenteintrag eingereicht, der das limitierende Problem aufgreift und das Sichtfeld verdoppeln könnte.

Aus Eins - Mach Zwei!

Die gesamte Technologie der HoloLens zu erklären würde das Ausmaß des Beitrags ein wenig sprengen; daher im Anschluss eine durchaus reduzierte Darstellung der immersive experience.

Dem Mixed Reality Device liegt die Technologie der planaren Wellenleiter zugrunde. Vor unseren Augen tragen wir also zwei kleine und transparente (!) Bildschirme. Da beide Screens ein marginal verändertes Bild darstellen, tritt der stereoskopische Effekt ein. Die Wellenleiter treten in einem bestimmten Winkel in das Display ein, wandern im Zickzack vertikal durch es hindurch, bis sie an einem bestimmten Punkt in gleichem Winkel in unser Auge "austreten". Einfalls- und Ausfallswinkel betragen dabei gemeinsam 35°, definieren folglich das Field-Of-View der digital-ergänzten Inhalte und begrenzen es gleichzeitig auf das kleine Sichtfeld.

Mit der Entscheidung für die angewandte Technologie schien es, als wäre es nicht möglich die Restriktion im Sichtfeld zu umgehen, ohne die Substanz und Grundlage der HoloLens zu verändern. Das nun aufgetauchte Patent zeigt jedoch eine Lösung, a work-around.

Dank eines Tricks wird das FoV verdoppelt. Dies geschieht, indem auch die Wellenleiter "verdoppelt" werden. Das Bild wird in zwei Teile zergliedert und beide Komponenten durch einen eigenen Wellenleiter an unterschiedliche Ausgänge gesendet. Die Gradzahl der Sichtfelder addiert sich und voilà - man erhält ein FoV von 70°.

Wann und in welchem Rahmen die neue und sehnlichst erwartete Technik zum Einsatz kommt, ist bis dato unklar. Das vorgestellte theoretische und patentierte Konstrukt macht jedoch Hoffnung auf mehr und wurde, so der Autor des Artikels auf MS PowerUser, bereits in der Praxis in aktueller Hardware demonstriert.

Es bleibt in jedem Fall spannend und wir freuen uns sehr auf den nahenden Tag, an dem die  Mixed-, bzw. Augmented Reality Erfahrungen noch immersiver und damit wahrhaftiger werden. Die Vorzeichen stehen gut, wir sind gespannt und halten Euch natürlich auf dem Laufenden!

 

(Quelle: MS PowerUser)